Anleitung: Küchenabfall-Bokashi herstellen

Banner Küchenabfall-Bokashi selber herstellen

Was ist Küchenabfall-Bokashi?

Das Wort Bokashi kommt aus dem japanischen und bedeutet soviel wie: “allerlei fermentiertes organisches Material”

Aber was heißt das? Ganz einfach: wir stellen aus unserem “Abfall” in der Küche wieder hochwertigen und besten Dünger für unseren Garten her. Kompost stinkt sehr oft, das ist beim Bokashi anders, denn er wird in luftdichten Kisten, Eimer oder Säcken her gestellt.

Der nächste Vorteil: Küchenabfall-Bokashi ist in nur 2 Wochen fertig und kann schon im Garten aus gebracht oder anderen Pflanzen zugeführt werden.

Die Wirkung ist enorm! Aus unserer mehrjährigen Erfahrung können wir sagen dass Bokashi mindestens eher wirkungsvoller als konventioneller Kompost oder gekaufter Humus ist.

Probieren es einfach mal aus:

Benötigte Dinge:

  • organisches Material (nichts Fauliges oder gekochtes)
  • etwas EM-a oder EMIKO Blond zum impfen
  • Luftdichtes Gefäß mit Ablauf und Sieb oder Bokashi-Eimer
  • EM Keramik-Pulver
  • optional: Pflanzenkohle
  • optional: Zeolith-Mineral
  • optional: Plastik-Sack mit Sand gefüllt (zum Abdecken damit weniger Sauerstoff hin kommt)

Anleitung:

Einfach alles aufeinander Schichten und mit EM impfen
Einfach alles aufeinander Schichten und mit EM impfen

Schichte das organische Material gut zerkleinert in 5 cm-Schichten in das Gefäß oder den Bokashi-Eimer.

Danach impfst du die Schicht mit 2-3 Sprühstößen EMIKO Blond oder EM-a.

1 TL EM-Keramik-Pulver pro Schicht fordert die Fermentation. Dann kann die nächste Schicht hinzu gegeben werden, oder das Gefäß wird wieder verschlossen.

Optional kann Pflanzenkohle (10%) und etwas Vulkan-Mineral mit hinzu gefügt werden. Hiermit wird die Wirkung noch sehr stark erhöht!

Sobald das Gefäß bzw. der Eimer voll ist, mindestens 2 Wochen bei Zimmertemperatur fermentieren (also luftdicht verschließen). Danach kann der Bokashi schon verwendet werden!

Anwendung:

Am besten wird Bokashi gut unter gegraben, da Tiere wissen was gut ist und ihn sonst ausgraben und fressen.

Vorsicht: 2-3 Wochen warten bis man auf diese Flächen wieder aussäen oder bepflanzen kann, da sich der PH-Wert erst neutralisieren muss. Wird der Bokashi ausschließlich in Depots vergraben und nicht auf der kompletten Fläche des Beets, kann 20 cm von diesen Depots auch sofort gepflanzt werden.

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Ein mit Sand gefüllter Plastik-Sack hält noch mehr Sauerstoff vom organischen Material ab

BOKASHI-Saft: Der Saft kann alle 3 – 4 Tage vom Bokashi-Eimer abgelassen werden und im Idealfall so frisch wie möglich verbraucht. Dieser stellt einen super wirksamen Flüssigdünger dar. Bei Starkzehrer wie Tomaten, Gurken oder Zucchini können 50 ml Bokashi-Saft pro 10 Liter Gießwasser hinzu gegeben werden. Bei Schwachzehrer sollten nur 20 ml pro 10 Liter Gießwasser verwendet werden. Die Anwendung kannst du alle 14 Tage wiederholen.

Macht den Bokashi noch hochwertiger, Pflanzenkohle, Zeolith und EM-Keramik-Pulver
Macht den Bokashi noch hochwertiger, Pflanzenkohle, Zeolith und EM-Keramik-Pulver

Kurzanleitung:

  1. organisches Material (zerkleinert) in 5 cm-Schicht in das Gefäß füllen
  2. mit 2-3 Sprühstößen EM impfen
  3. 1 TL EM-Keramik-Pulver / Schicht
  4. Luftdicht verschließen und mind. 2 Wochen fermentieren lassen – FERTIG!
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2 Idee über “Anleitung: Küchenabfall-Bokashi herstellen

  1. Bertsch sagt:

    Danke für die gute Beschreibung! Was könnte geschehen, wenn ich die Flüssigkeit nicht ablasse, wenn ich z.b. 10 Tage in Urlaub bin?
    Danke und herzliche Grüße, Ursula

    • Alexander Pippir sagt:

      Hallo Ursula,

      vielen Dank für Dein Kommentar. Wie lange der Bokashi-Saft hält, liegt an der verwendeten Menge an EM beim impfen des organischen Materials. Wird mit etwas mehr EM gearbeitet hält der Bokashi-Saft auch eine längere Zeit. Eventuell vor dem Urlaub einfach einen Schluck (20 – 40 ml) EM zusätzlich in den Bokashi-Eimer gießen.

      Steht der Bokashi-Saft über einen längeren Zeitraum, dann kann es sein dass er unangenehm zu riechen anfängt. Er riecht ja sowieso meist schon sehr würzig – je nachdem was bokashiert wird.

      Meine Forschungen in der Praxis haben gezeigt dass ein älterer Bokashi-Saft trotzdem noch gut funktioniert. Jedoch ist es aus Sicht der Pflanzen sicher idealer ihn so frisch wie möglich aus zu bringen.

      In Deinem Fall würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Der Bokashi sollte gut halt in jedem Fall gut luftdicht verschlossen sein und dann wird es da keine Probleme geben.

      Viele Grüsse aus dem bodenständig
      Alexander

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